Plastic is forever





Der Plastikmüll in unseren Ozeanen

(02.01.2019) Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr in unsere Ozeane. Diese Überreste unserer Wegwerfgesellschaft kosten Millionen von Meerestieren das Leben. Seit 1950 wurde die unvorstellbare Menge von 8,3 Milliarden Tonnen Plastikmüll produziert; die Jahresproduktion stieg von circa 1,5 Millionen Tonnen im Jahre 1950 auf heute 380 Millionen Tonnen.
Der Meeresboden entwickelt sich laut Kieler Meeresforschern zu einer Langzeitdeponie für Plastik. „Egal, ob an den Küsten der Antarktis oder auf den Sedimenten der Tiefsee –, es gibt mittlerweile kaum noch einen Ort auf der Erde, an dem kein Plastikmüll zu finden ist. Doch wie lange Kunststoffe in den Meeren verbleiben, bis sie abgebaut sind, ist bislang kaum untersucht”, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität Kiel.
Es unterstreicht die Dramatik des Plastikmüllproblems, das noch immer nicht bei denen angekommen zu sein scheint, die nach wie vor überall in der Natur ihren Müll hinterlassen.
Diese Menschen schockiert vermutlich auch nicht, dass allein eine PET-Plastikflasche etwa 450 Jahre benötigt, um zu Mikroplastik zu zerfallen, das dann fast unsichtbar in die Nahrungskette von Tier und Mensch gelangt. Was es im Organismus anrichtet, ist noch nicht grundlegend erforscht. Allerdings wurde inzwischen nachgewiesen, dass sich Umweltgifte an den kleinsten Plastikteilen anlagern.
In Tourismushochburgen im Ausland werden Strände wegen der Plastikflut schon gesperrt, um sie zu reinigen. Die Maia-Bucht auf der thailändischen Insel Phi Phi Le („The Beach“) wird jedes Jahr für vier Monate gesperrt, damit die Natur sich von den Tourismusmassen und deren Plastikmüll und Abwässern erholen kann. Um einen kleinen Eindruck zu vermitteln, was Plastik z. B. mit Walen anrichtet sei, dieses Beispiel genannt: 2002 strandete ein Zwergwal in Frankreich. In seinem Magen wurden 800 Kilogramm Plastik gefunden, darunter zwei Plastiktüten aus einem englischen Supermarkt. Lösungsansätze, wie man dem Problem begegnen kann, gibt es trotz der entmutigenden Plastikflut dennoch: Der „schwimmende Müllsauger” Seabin könnte in Sportboothäfen eine wichtige Reinigungsfunktion übernehmen.

„Project Ocean Cleanup“
Der 1994 geborene Niederländer Boyan Slat warf sein Studium hin und startete das „Projekt Ocean Cleanup”: Am 8. September 2018 sollte die bislang weltweit größte Plastiksäuberung im Südpazifik starten. Technische Probleme verzögerten den erfolgreichen Beginn dieser Aktion. „Die meisten Aspekte des Konzepts wurden bestätigt (Windausrichtung, Plastik auffangen, Wellen folgen) – es bewegt sich nur noch nicht schnell genug. Das lässt sich beheben”, so Boyan Slat.

„Pacific Garbage Cleaning“
Auch in Deutschland wurde mit „Pacific Garbage Screening” ein Startup gegründet, das tonnenweise Plastikmüll aus den Meeren sammeln soll. Die junge Architektin Marcella Hansch entwickelte in ihrer Abschlussarbeit eine schwimmende Plattform, deren spezielle Bauweise es ermöglicht, Plastik und Plastikpartikel aus dem Wasser zu filtern. Dieser Ansatz funktioniert ohne Netze – Fische und andere Lebewesen werden nicht gefährdet. In dem letztendlich geschlossenen System wird das Plastik vergast, wodurch Wasserstoff entsteht, der zum Eigenenergieverbrauch genutzt wird. Das anfallende Kohlendioxid soll durch bestimmte Algen nochmals in seine Bestandteile zerlegt werden, wodurch noch mehr Wasserstoff entsteht.

Vermeidung von Kunststoff
Die Recycling-Raten sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, und der Plastikflut mit langlebigeren Kunststoffen oder Ersatzstoffen zu begegnen, kann keine die Lösung sein – nur die Vermeidung von Kunststoff kann auf lange Sicht helfen. Die Mitwirkung der Gesetzgeber ist allerdings unumgänglich, die dann – wie z.B. in Ruanda – mit Verboten nachhelfen müssen: Dort sind Plastiktüten seit 2004 absolut verboten. Es gibt sogar eine Plastiktüten-Polizei, die Plastiktüten-Razzien durchführt. Dies sowie strenge Kontrollen am Flughafen bei Einreisenden und hohe Strafen führten zu einem bemerkenswerten Erfolg. Ausnahmen vom Plastikverbot sind streng reglementiert und bedürfen einer Sondergenehmigung.
Wilde Müllkippen sowie Schlagzeilen über die wachsende Plastikflut und die damit verbundenen Probleme werden uns auch in Zukunft weiterhin begleiten; dennoch stehen wir als Verbraucher mit in der Verantwortung und können durch die Vermeidung von Plastikabfällen dafür sorgen, dass die Umwelt wieder kunststofffreier wird.

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    UCI Kino, Free Solo

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    Friesland Bowling , Skatclub Dykhausen

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    Nordsee-Spielstadt Wangerland, Spielspaß für ...

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